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Nachrichten aus Danzig, Teschen, Windsor, Amsterdam und Hamburg, 6.–30. September 1665

Metadaten

Kopfregest

Aus DanzigOrt (im Register) würden zunächst Gerüchte über die schwere Erkrankung des KrongroßkanzlersPerson (im Register) sowie über eine Niederlage der königlichen ArmeeSachbegriff (im Register) gemeldet. Das Faktum der Schlacht bei Jasna GóraOrt (im Register)Sachbegriff (im Register)in der Nähe von TschenstochauOrt (im Register) zu Beginn des Septembers 1665 wird schließlich durch die Nachrichten aus TeschenOrt (im Register) bestätigt und durch Gerüchte ergänzt, nach denen sich in GroßpolenOrt (im Register) immer mehr Leute auf die Seite LubomirskisPerson (im Register) schlagen würden.

Aus WindsorOrt (im Register) werde berichtet, dass es nocht nicht wieder zu Kämpfen zwischen Niederländern und EngländernSachbegriff (im Register) gekommen sei. In EnglandOrt (im Register) selbst werde ruhig blieben, solange die CromwellPerson (im Register)schen Heerführer unter Bewachung gehalten würden.

Aus AmsterdamOrt (im Register) seien vor allem Gerüchte zu hören. Sicher sei aber, dass 15 Kriegsschiffe zurückgekehrt seien, nachdem sie zunächst von der zerstörten Flotte abgetrieben worden und danach auf englische Kriegsschiffe getroffen seien, mit denen man sich ein Gefecht geliefert habe.Sachbegriff (im Register) Auch seien HandelsschiffeSachbegriff (im Register) aus IndienOrt (im Register)Ort (im Register) nach BergenOrt (im Register) gefahren.

Aus HamburgOrt (im Register) schließlich sei zu hören, dass die Garnison des Herzogs Johann Friedrich von Braunschweig-LüneburgPerson (im Register) die Festung HarburgOrt (im Register) verlassen habe. Alle Erbangelegenheiten zwischen den herzoglichen Brüdern seien am 26. September 1665Im Text erwähntes Datum: 26.09.1665 (nach Gregorianischem Kalender); im Text verwendeter Kalender: unbekannt in Ordnung gebracht worden. Herzog Georg WilhelmPerson (im Register) habe ein BündnisSachbegriff (im Register) mit den GeneralstaatenOrt (im Register) geschlossen.

Variante 1

Signatur

Sup. ep. 4° 72, f. 264r–265r

Texttyp

Manuskript

Textgenre

Nachrichtenbeilage

Grundsprache

Deutsch

Anmerkung

Altsignatur: SUBH Sup. ep. 4° 72, S. 511–513.

Inhalt

[264r]

N.OAbkürzungsauflösung: Numero 5.Editorische Streichung

Wir haben abermahl mit denen heuten eingelauffenen Posten weder auß LiefflandOrt (im Register), ChurlandOrt (im Register) noch LittauenOrt (im Register)Nachen nicht wenig ander orten etwas sichers [neues]Unsichere Lesart (mit niedriger Sicherheit) gehabt, sonsten gehet alhier communis rumor, dzAbkürzungsauflösung: daß der PohlAbkürzungsauflösung: pohlnische Großcanzler der HAbkürzungsauflösung: HerrPrazmowskiPerson (im Register) nach deme er eine Zeit zu CrackauOrt (im Register)Ort (im Register) krank gelegen, sich auf der Weichsel nacher WarschauOrt (im Register) wollen führen laßen, wehre aber unterwegens todeß verbliechen, worvon die morgendt Post ein mehrers entdecken wirdt, darauf man mit verlangen wartet. Wegen dzdes jüngst vorgegangenen treffens in Pohlen hat man keine andere und treuere nachricht, alß dazumahl relation gewesen, dzdaß ettlich Lubomirski Völcker obgesieget, die gemeine rede gehet auch, ob were der Obriste Brion todt, nit aber erschoßen oder erstochen, sondern mit Obuckej (istib castrum) zu todt gebracht worden: welches sehr verkleinerlich Im Sinne von "herabsetzend". daß selbige [sic] alß ein alter soldat solcher [sic] todes sterben müßen.

Daß jüngst gemeldet treffen, so den 4. diesesIm Text erwähntes Datum: 04.09.1665 (nach Gregorianischem Kalender); im Text verwendeter Kalender: Gregorianisch nach CzenstochowaOrt (im Register) geschehen continuiret allerdinges, und hat sich der HAbkürzungsauflösung: HerrLubomirskiPerson (im Register) nacher CrackauOrt (im Register) gewendet. Welche von Adell auß GroßpolenOrt (im Register), wie man saget fihlen ihme zu, andere aber fliehen sehr nach SchlesienOrt (im Register).

Anglos inter et Batavos praeliumSachbegriff (im Register) nondum reiteratum paucos tamen intra dies redintegrandum speramus: classis enim Regia novis aucta viribus, octiduum ante solvit in altum; et ubi semel alea belli jacta est, fortunam experiri necesse est. Quod ad res attinet Anglicanos hactenus fuere in tranquillo, nisi quod duces, capitanei et chiliarchae CromwellPerson (im Register)iani omnes, ne forte hodie novas dent turbas, sub custodia detinentur, milites vero gregarij ab urbe arcentes.

Hic multa sparguntur sed incerta. Certissimum est, quod 15. naves quae a vento (qui totam disturbavit classem) erant a reliquis separatae pugnando cum navibus Anglicis redierunt in classem Hollandorum quodqquodque 3. naves Indicae cum 10. bellicis redierint Bergam. Aliqui multas, alij nullas perijsse naves ajunt, sed certi nihil dicunt. Non pauci sunt qui dicant Hollandos pugnare cum Anglis. 5 naves Anglicae stanno oneratae a vento littori sunt adjectae atqatque rusticis et militibus ostendae habitantibus bellum indixit.

La garnison de S.Abkürzungsauflösung: SonA.Abkürzungsauflösung: AltesseS.Abkürzungsauflösung: Seigneuriale le Duc Jean FridericPerson (im Register) a quité hierIm Text erwähntes Datum: 29.09.1665 (nach Gregorianischem Kalender); im Text verwendeter Kalender: Gregorianisch la forteresse de HarbourgOrt (im Register). Toutes les choses entre ces Ffreres seront adjoustées le 26. de ce mois s.stilo vvetere . S.Son A.Altesse S.Sérénissime le Duc George Wilhelm a fait et signé l’alliance avec les Hollandois.

Editorische Anmerkungen
  1. Anfang September 1665 hatten die königlichen TruppenSachbegriff (im Register) vor dem Paulinerkloster in Jasna GóraOrt (im Register) bei TschenstochauOrt (im Register) eine schwere Niederlage hinnehmen müssen, auf die hier angespielt wird, wie auch die folgende Nachricht zeigtZurück zur kommentierten Textstelle
  2. Im Sinne von "herabsetzend".Zurück zur kommentierten Textstelle
  3. Die Nachrichten, die LubienieckiPerson (im Register) an dieser Stelle über die Entwicklung des Krieges zwischen den Niederlanden und EnglandSachbegriff (im Register) übermittelt, bieten im Vergleich mit seinen Informationen in seinem Brief an Schletzer vom 29. August 1665Brief nicht viel Neues, die Kunde vom Seegefecht in der Bucht vor BergenSachbegriff (im Register) scheint noch nicht an Lubienieckis Informanten gelangt zu sein Zurück zur kommentierten Textstelle
  4. JohannZurück zur kommentierten Textstelle
  5. Hier dürfte auf Streitigkeiten um das Erbe des im März 1665 kinderlos verstorbenen Herzogs Christian Ludwig von Braunschweig-LüneburgPerson (im Register) angespielt werden: Eigentlich wäre der nächstältere Bruder Georg WilhelmPerson (im Register) zunächst nachfolgeberechtigt gewesen, allerdings kam der jüngere Bruder Johann FriedrichPerson (im Register) zum Zuge. Der Erbvertrag ist freilich auf den 2. bzw. 12. September 1665 zu datieren. Vgl. Lünig, Haupt-Register über das Teutsche Reichs-Archiv, S. 71.Zurück zur kommentierten Textstelle
  6. Gemeint ist das Bündnis zwischen den GeneralstaatenOrt (im Register) mit den Herzögen Georg WilhelmPerson (im Register), Johann FriedrichPerson (im Register) und Ernst August zu Braunschweig LüneburgPerson (im Register). Vgl. Lünig, Haupt-Register über das Teutsche Reichs-Archiv, S. 71.Zurück zur kommentierten Textstelle
Zitierhinweis

Maike Sach: „Nachrichten aus Danzig, Teschen, Windsor, Amsterdam und Hamburg, 6.–30. September 1665“, in: Zwischen Theologie, frühmoderner Naturwissenschaft und politischer Korrespondenz: Die sozinianischen Briefwechsel, hg. von Kęstutis Daugirdas und Andreas Kuczera unter DH-Mitarbeit von Julian Jarosch und Patrick Toschka.

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