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Heinrich Sivers (Hamburg) an Stanisław Lubieniecki (Hamburg), 17. Februar 1665

Metadaten

Kopfregest

Aufstellung der Beobachtungen, die Sivers zwischen dem 4. Dezember 1664 und dem 13. Januar 1665 freiäugig und mit Hilfe eines JacobsstabesSachbegriff (im Register) ausgeführt hat. Seine Daten hat Sivers in eine Sternkarte übertragen, über deren Reproduktion im Druck er am Ende des Briefes genaue Anweisungen gibt. Nicht allein Positionen und Größen der Sterne und des Kometen müssten exakt wiedergegeben werden, auch die jeweiligen Markierungen von beobachteten und lediglich erschlossenen Kometenpositionen seien zu beachten. Aus der genauen Aufnahme der Kometenpositionen ergebe sich, dass es sich um einen und denselben KometenSachbegriff (im Register) gehandelt habe, der während seiner Sichtbarkeit eine KreisbahnHimmelserscheinung (im Register) durchlaufen habe. Im Anschluss an seine eigenen Messdaten übermittelt Sivers die sehr viel knappere Aufstellung von Daten von Abraham de SorgenPerson (im Register).

Variante 1

Beilage: Observationes

Texttyp

Abdruck

Textgenre

Beobachtungen

Grundsprache

Latein

Quelle

Theatrum cometicum I, S. 918–921Werk (in der Bibliografie)

Inhalt

[918]

Editorische Anmerkungen
  1. Der Titel ist von Lubieniecki den Beobachtungen hinzugefügt worden. Zum Zeitpunkt der Übersendung der Daten gab es noch keinen "cometa posterior", also auch keinen "cometa prior".Zurück zur kommentierten Textstelle
  2. Identifikation als θ CraterisHimmelserscheinung (im Register) nicht völlig sicher, allerdings sehr wahrscheinlich.Zurück zur kommentierten Textstelle
  3. Identifikation als ζ CraterisHimmelserscheinung (im Register) nicht völlig sicher, allerdings sehr wahrscheinlich.Zurück zur kommentierten Textstelle
  4. Die Identifikation ist nicht unproblematisch, da der Fuß des CraterHimmelserscheinung (im Register) traditionell keine drei Sterne aufweist. Wie aber nicht zuletzt aus der Darstellung hervorgeht, ist wohl α CraterisHimmelserscheinung (im Register) gemeint, wobei es sich bei den beiden anderen Sternen "in pede" dann um β CraterisHimmelserscheinung (im Register) und ν HydraeHimmelserscheinung (im Register) handeln muss.Zurück zur kommentierten Textstelle
  5. Das sind γ Himmelserscheinung (im Register)und δ CraterisHimmelserscheinung (im Register).Zurück zur kommentierten Textstelle
  6. Die Zuweisung zu β CraterisHimmelserscheinung (im Register) erfolgt auf Grund der Identifikation von α Crateris als "media in pede Crateris"Himmelserscheinung (im Register).Zurück zur kommentierten Textstelle
  7. Ein bestimmter Stern ist hier wohl nicht gemeint. Zurück zur kommentierten Textstelle
  8. Die Identifikation des gemeinten Sternes bereitet insofern Probleme, als die Seitenangabe "rechts" hier offenbar nicht, wie aber bspw. bei BayerWerk (in der Bibliografie) und meist auch bei Sivers, dem Anblick "von außen" entspricht, sondern aus der Perspektive des Betrachters, z.B. einer Sternkarte. Es ist auf Grund der Entfernungsangaben deshalb davon auszugehen, dass hier θ CraterisHimmelserscheinung (im Register) gemeint ist, der im Eintrag zum 7. Dezember als "sinister in superiore [Crateris]" bezeichnet worden war. Zurück zur kommentierten Textstelle
  9. Den Bogen, der den KometenHimmelserscheinung (im Register) und θ CraterisHimmelserscheinung (im Register) verbindet, schneidet der Bogen γ CraterisHimmelserscheinung (im Register) - δ CraterisHimmelserscheinung (im Register) in einem Punkt P; die Länge des Bogens θ CraterisHimmelserscheinung (im Register) - P soll ungefähr gleich der des Bogens P - KometHimmelserscheinung (im Register) sein. Zurück zur kommentierten Textstelle
  10. Das sind die drei der ersten Biegung des Eridanus folgenden Sterne ξHimmelserscheinung (im Register), ο2Himmelserscheinung (im Register)und ο1 Eridani,Himmelserscheinung (im Register) deren lichtschwächster ξ EridaniHimmelserscheinung (im Register) ist; bei den beiden weiter östlich gelegenen Sternen handelt es sich um ο2Himmelserscheinung (im Register) und ξ EridaniHimmelserscheinung (im Register). Zurück zur kommentierten Textstelle
  11. Der RigelHimmelserscheinung (im Register) befindet sich nach der arabischen Nomenklatur nicht im rechten, sondern im linken Fuß (ar-riǧl al-yusra) des OrionHimmelserscheinung (im Register), wie oben auch bei Sivers. Allerdings befindet er sich bei Bayer (Tafel 35)Werk (in der Bibliografie) "im rechten Fuß". Sivers verwendet beide Bezeichnungen. Zurück zur kommentierten Textstelle
  12. Sivers spricht in den folgenden Abschnitten wiederholt vom "triangulum Menkar". Gemeint ist damit das gleichschenklige stumpfwinklige Dreieck, das Menkar (α Ceti)Himmelserscheinung (im Register), γHimmelserscheinung (im Register) und δ CetiHimmelserscheinung (im Register) bilden, wobei der stumpfe Winkel bei γ CetiHimmelserscheinung (im Register) liegt, den er, entgegen der Benennung bei Bayer ("Trium in collo media", Tafel 34), Werk (in der Bibliografie)im Rachen des CetusHimmelserscheinung (im Register) ("stella rictusHimmelserscheinung (im Register)") positioniert. Als Sterngruppe erscheint sie auch im Sternatlas des PtolemaeusPerson (im Register): sie bilden hier die Dreiergruppe der Sterne im Maul des Cetus, vgl. PtolemaeusPerson (im Register), Almagest, lib. VIII, Bd. 2, S. 130,4–6Werk (in der Bibliografie); Ptolemaei opera, S. 185, n. 2, 3, 4.Werk (in der Bibliografie)Zurück zur kommentierten Textstelle
  13. Also BellatrixHimmelserscheinung (im Register) und Beteigeuze.Himmelserscheinung (im Register)Zurück zur kommentierten Textstelle
  14. Bei der bloßen Richtungsangabe kommen beide Sterne "in humero" in Frage, näher liegt dem Kometen freilich "Bellatrix" (γ Orionis)Himmelserscheinung (im Register)Zurück zur kommentierten Textstelle
  15. Bezieht sich auf die RektaszensionSachbegriff (im Register) des Kometen, nicht auf eine Angabe über den vom Kometen zurückgelegten Weg.Zurück zur kommentierten Textstelle
  16. Der Schweif zeigt also in Richtung νHimmelserscheinung (im Register) und μ TauriHimmelserscheinung (im Register). Zurück zur kommentierten Textstelle
  17. Ein rechtwinkliges Dreieck bilden KometHimmelserscheinung (im Register), MenkarHimmelserscheinung (im Register) und δ Ceti;Himmelserscheinung (im Register) allerdings können diese Sterne nicht gemeint sein, da sich δ CetiHimmelserscheinung (im Register) nicht im oberen Teil des Maules befindet. Vielmehr ist "in mandibula superiore" als μ Ceti Himmelserscheinung (im Register)zu identifizieren, "oculus Ceti" als ν Ceti.Himmelserscheinung (im Register)Zurück zur kommentierten Textstelle
  18. Hier wie bei den folgenden Einträgen wird davon ausgegangen, dass bei dem Stern "in fronte ArietisHimmelserscheinung (im Register)" der Stern dritter Größe α ArietisHimmelserscheinung (im Register) gemeint ist, der zuweilen auch als "lucidaHimmelserscheinung (im Register)" oder "clara frontis ArietisHimmelserscheinung (im Register)" bezeichnet wird. Zurück zur kommentierten Textstelle
  19. Auf Grund der Entfernungsbestimmung kommen ξ Tauri Himmelserscheinung (im Register)oder ο TauriHimmelserscheinung (im Register) in Frage, die eng beieinanderstehen. Zurück zur kommentierten Textstelle
  20. "Deltoton", von griechisch δέλτωτον, Dreieck. Es ist kein Sternbild gemeint, sondern die Konfiguration von MenkarHimmelserscheinung (im Register), δ Ceti Himmelserscheinung (im Register)und dem KometenHimmelserscheinung (im Register), der sich an der Spitze des Dreiecks befindet und sich, wie es heißt, in in Richtung Aries bewegt hat.Zurück zur kommentierten Textstelle
  21. Also MenkarHimmelserscheinung (im Register) und δ CetiHimmelserscheinung (im Register). Zurück zur kommentierten Textstelle
  22. Da ν Ceti Himmelserscheinung (im Register)als "oculus Ceti" identifiziert wurde, handelt es sich um ξ2 CetiHimmelserscheinung (im Register). Zurück zur kommentierten Textstelle
  23. Das kleine Sternbild zwischen Perseus und Aries zählt hier offenbar zum PerseusHimmelserscheinung (im Register), bei Hevelius hingegen zum AriesHimmelserscheinung (im Register) und wird dort "MuscaHimmelserscheinung (im Register)" genannt; der "helle" Stern ist "In Musca lucidior". Vgl. HeveliusPerson (im Register), Prodromus astronomiae, S. 323, und Fig. BBWerk (in der Bibliografie). Zurück zur kommentierten Textstelle
  24. Es käme eher γ TrianguliHimmelserscheinung (im Register) als β Trianguli Himmelserscheinung (im Register)in Frage, allerdings wird jeneHimmelserscheinung (im Register) im Eintrag zum 8. Januar als "superior australis in Deltoto baseos stella"Himmelserscheinung (im Register) bezeichnet, so dass wohl die bereits erwähnte β TrianguliHimmelserscheinung (im Register) gemeint ist. Zurück zur kommentierten Textstelle
  25. Im Unterschied zu Lubieniecki benutzt Sivers den astronomischen Terminus zur Bezeichnung der ekliptikalen LängeSachbegriff (im Register), meint also einen Abschnitt zu 30° des tropischen TierkreisesHimmelserscheinung (im Register). Zurück zur kommentierten Textstelle
  26. Traditionell gilt α Arietis Himmelserscheinung (im Register)als der Stern, der am weitesten nördlich steht, diesen nennt Sivers aber "in fronte". Gemeint ist β ArietisHimmelserscheinung (im Register). Zurück zur kommentierten Textstelle
  27. Die folgenden Bemerkungen über eine DarstellungSachbegriff (im Register) und die Anweisungen über ihre Ausführung im Druck sind wahrscheinlich nicht Teil dieses Schreibens von Sivers gewesen, da Lubieniecki in den Briefen vom 3. MärzBrief und am 20. MärzBrief um eine bildliche Darstellung bittet. Zurück zur kommentierten Textstelle
  28. Die Überschrift ist wohl von Lubieniecki für den Druck hinzugefügt worden. Zurück zur kommentierten Textstelle
  29. Hier wie bei den beiden folgenden Einträgen ist nicht das SternbildHimmelserscheinung (im Register) gemeint, sondern dessen Hauptstern, der SiriusHimmelserscheinung (im Register). Zurück zur kommentierten Textstelle
Zitierhinweis

Michael Weichenhan: „Heinrich Sivers (Hamburg) an Stanisław Lubieniecki (Hamburg), 17. Februar 1665“, in: Zwischen Theologie, frühmoderner Naturwissenschaft und politischer Korrespondenz: Die sozinianischen Briefwechsel, hg. von Kęstutis Daugirdas und Andreas Kuczera unter DH-Mitarbeit von Julian Jarosch und Patrick Toschka.

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