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Johann Ernst von Rautenstein (Regensburg) an Stanisław Lubieniecki (Hamburg), 11. Juni 1665

Metadaten

Kopfregest

RautensteinPerson (im Register) kommentiert die Nachricht über die Eheschließung der Witwe ZamoyskaPerson (im Register) mit Jan SobieskiPerson (im Register) und deutet vorsichtig an, dass nicht näher ausgeführte Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Mainzer ErzbischofPerson (im Register) und dem Kurfürsten der PfalzPerson (im Register) möglicherweise bald beigelegt sein könnten. Adolf Johann von Pfalz-Zweibrücken-KleeburgPerson (im Register) sei aus RegensburgOrt (im Register) abgereist. Georg WilhelmPerson (im Register) und Johann Friedrich von Braunschweig-LüneburgPerson (im Register) ließen jeweils Verhandlungsbereitschaft in ihrer Auseinandersetzung erkennen. Ferner sei die Ehe zwischen dem Erzherzog von Österreich-TirolPerson (im Register) und der Prinzessin von Pfalz-SulzbachPerson (im Register) geschlossen worden. Der Prinziplakommissar und Fürstbischof von SalzburgPerson (im Register) soll angeblich noch in dieser Nacht nach SalzburgOrt (im Register) abreisen.

Variante 1

Signatur

FR. 13031, f. 302v

Texttyp

Abschrift

Textgenre

Brief

Grundsprache

Latein

Anmerkung

Brieffragment, im Zuge der Transformation des Briefes zur Meldung in einer Nachrichtenbeilage anonymisiert. Abschrift von Lubienieckis Hand, Anrede und Grußformeln fehlen, der Text bricht mitten im Satz ab, der Rest ist offenbar verloren. Für Briefe charakteristische Verbformen sind erhalten geblieben, Überlieferung als Teil einer anscheinend unvollständig erhaltenen Nachrichtenbeilage zu einem Brief an BoulliauPerson (im Register).

Inhalt

Id quod de ZamoisciaPerson (im Register) et SobiescioPerson (im Register) narratur, quamvis prima fronte lepidum videntur, pensiculatius tamen trutinatum turpius et vel gentibus honestioribus intolerabile videtur. Apud quas quid de ejusmodi nuptiis statutum fuerit, quidque olim ultimi hujus Zamoiscii avus, aeternum Poloniae decus, de secundis regis Sigismundi nuptiis ad summum pontificem scripserit, notum est. Priscam certe Polonorum gravitatem et sanctimoniam ejusmodi facinora haud fuisse toleraturam est verisimile. Sed et ibi, ut alibi omnia nunc in deterius vergunt, ipsius qui frena talibus iniicere deberent, viam saepius aperiunt et habenas laxant. Quae quorsum aliquando evasura sint conjectu facile est. Illi a.Abkürzungsauflösung: autem felices, qui tales naenias fabulasque a longe et secure spectare ac ridere possunt. Differentias inter Moguntinum et socios ab una et electorem Palatinum ab altera parte enatas, brevi compositum in fama et spes est. Cui rei etiam SerensmusAbkürzungsauflösung: serenissimusNeoburgicusPerson (im Register) strenuam navat operam, misso illuc legato. Nec deerit etiam suis partibus princeps AdolphusPerson (im Register), qui jam in illis regionibus versatur. Fratres Lunaeburgicos ad mitiora quoque consilia sepositis armis nunc inclinare, scietis in illa vicinia. Hic omnia inter spem et metum, sicut antea, sunt. Sultzbaci inter archiducem et natu maximam Sultzbacem celebrata. Salisburgensis, sicut jam jam accepi, hac nocte Salisburgum expeditis eqsequitibus iturus e

Editorische Anmerkungen
  1. Hier wird auf den Skandal angespielt, den das Verhältnis und die zunächst heimliche Eheschließung des polnischen Königs Sigismund II. AugustPerson (im Register) mit Barbara RadziwiłłównaPerson (im Register) hervorgerufen hatte, vgl. Władysław Pociecha, Barbara Radziwiłłówna, in: PSB 1 (1935), S. 294–298. Zurück zur kommentierten Textstelle
  2. Gemeint ist wahrscheinlich der sogenannte WildfangsstreitSachbegiff (im Register) .Zurück zur kommentierten Textstelle
  3. Es handelt sich um Georg WilhelmPerson (im Register) und Johann FriedrichPerson (im Register) von Braunschweig-Lüneburg, die nach dem Tode ihres kinderlos verstorbenen Bruders Christian LudwigPerson (im Register) im März 1665 um dessen Erbe stritten. Im September 1665 sollte schließlich ein Erbvertrag zustande kommen. Zurück zur kommentierten Textstelle
  4. Im Juni 1665 hatte Hedwig Auguste von Pfalz-SulzbachPerson (im Register) den Erzherzog Sigismund Franz von Österreich-TirolPerson (im Register) per procurationem geheiratet, der aber noch im gleichen Monat verstarb. Zurück zur kommentierten Textstelle
  5. Der Satz bricht an dieser Stelle ab, der weitere Zusammenhang ist unklar.Zurück zur kommentierten Textstelle
Zitierhinweis

Maike Sach: „Johann Ernst von Rautenstein (Regensburg) an Stanisław Lubieniecki (Hamburg), 11. Juni 1665“, in: Zwischen Theologie, frühmoderner Naturwissenschaft und politischer Korrespondenz: Die sozinianischen Briefwechsel, hg. von Kęstutis Daugirdas und Andreas Kuczera unter DH-Mitarbeit von Julian Jarosch und Patrick Toschka.

Link zur aktuellsten Version dieses Briefes:
https://sozinianer.de/id/MAIN_zbw_qlm_zdb

Kanonische IRI dieser Version (Permalink):
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